SENMM
Diese Abkürzung bedeutet Sky-Earth-Non-Metallics-Metal. Sie stellt eine Variante des klassischn NMM dar, bei der zusätzlich zu den metallischen Glanzeffekten versucht wird, Spiegelungen der Umwelt auf den Metallteilen darzustellen.
Sie stellt wohl eine der schwersten Techniken der Miniaturenbemalung dar. Die Maltechnik, die als Basis verwendet wird und unbedingt sehr gut beherrscht werden muss ist das Wetblending.

Erschwerend im Vergleich zum NMM kommt beim SENMM hinzu, das man nicht nur einen Gradienten, sondern gleich zwei Gradienten einfügen muss
Einer der Gradienten soll den Himmel darstellen, der Andere die Erde (siehe Grafik). Mit dieser Technik lassen sich sehr starke Reflexionen darstellen, wie sie Materialien wie z.B. Chrom produziert werden.
Wichtig bei SENMM ist einer hoher Weißanteil an der Horizontlinie, eine scharfe Kontrastlinie zwischen dem Weiß des Himmels und dem Dunkelbraun der Erde, sowie makellose Farbübergänge. Das Aufhellen aller Kanten mit reinem Weiß ist obligatorisch.

Bei der Bemalung ist die unterschiedliche Wölbung der Oberflächen des zu bemalenden Gegenstands sowie die daraus resultierende Verzerrung des gespiegelten Bildes zu beachten.
Des weiteren muss die Brechung des Lichts auf bestimmten Bereichen eines Gegenstands beachtet werden. Diese ist, z.B. bei einem Schwert nicht überall gleich. Das nebenstehende Beispiel mutet genau aus diesem grund etwwas seltsam an. Wichtig ist es, zu beachten, dass der Schwertrücken eher konvex geformt ist, während die Schneide eher eine konkave Form hat. Das hat unterschiedliche Formen der Brechung des Lichts, und somit unterschiedliche Verzerrung des gespiegelten Bildes zur Folge.

Auch spielt die Position des Gegenstands im Verhältnis zu Erde und Himmel eine wichtige Rolle. Hält man eine Waffe z.B. leicht Schräg, so wird sich auf der Oberseite der Himmel stärker spiegeln, und auf der Unterseite wird sich die Erde stärker spiegeln.
Man merkt, dass diese Ttechnik neben intensivem Nachdenken eine sehr gute Vorstellungskraft erfordert.
Als Abschluss des Tuturials, will ich hier ein Beispielbild zeigen, welches meiner Meinung nach ein Gutes Verständnis für die unterschiedlichen Farbgradienten und die verschiedenartigen Spiegelungen auf einer kompliziert geformten Waffe vermittelt.
Die zuvor beschriebenen Richtlinien gelten für alle Arten von Spieglungen. Man muss jedoch bedenken, dass nicht jedes Metall solch starke und vor allem klare Reflexionen produziert wie Chrom. Will man zum beispiel eine Bpiegelung auf einem Gegenstand aus Eisen darstellen, sollten die Farbgrenzen sehr viel diffuser sein, als bei einem stark reflektierenden Material und auch auf starke Glanzlichter sollte eventuell zugunsten einiger weniger Reflexpunkte verzichtet werden.

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