Vulkan
Zuschneiden des Styrodurs
Zunächst muss man sich vor Augen führen, wie der Vulkan später aussehen soll. Nach dieser Vorstellung wird zunächst eine Grundplatte aus Styrodur ausgeschnitten. Für den Vulkankrater werden nun (je nach geplanter Höhe mehrere) kleinere Styrodurscheiben ausgeschnitten. Der Oberste Kreis wird im Inneren ausgehöhlt, so dass man einen Ring erhält.

Nachdem alle Teile zugeschnitten sind kann man sie zunächst testweise zusammensetzen und danach dann mit Holzleim zusammenkleben. Hierbei ist genaue Passform nicht so wichtig, aber die einzelnen Lagen sollten möglichst unter Druck zusammengeklebt werden.
Dann ist zuerst warten angesagt, denn es ist wichtig, dass der Holzleim gut durchtrocknet! (Am besten über Nacht)
Das Schmelzen

Als nächster Schritt wird das Styrodur nun mithilfe eines (alten!) Lötkolbens geschmolzen. Da die Dämpfe, die hierbei entstehen weder gesundheitsförderlich noch besonders wohlriechend sind empfielt es sich diesen Schritt nach draußen zu verlagern. Wenn das nicht geht sollte zumindest für eine sehr! gute Belüftung und eine Maske gegen die Dämpfe gesorgt werden.
Den Lötkolben gut aufheizen und dann mit zügigen Bewegungen über die zuvor mit dem Cutter angeschrägten Platten ziehen. Hierbei entstehen die auf dem Bild erkennbaren Rillen. Je stärker der Druck, desto tiefer werden hier die Rillen.

Das macht man nun rund um um den Vulkankrater und auch die Seiten des Geländeteils können auf diese Art bearbeitet werden.
Nach dem Schmelzen das Modell gut aushärten und auslüften lassen.
Es beitet sich an, das Schmelzen zuerst an einem Stxrodur-Reststück zu üben, denn es ist nicht ganz einfach eine schön gleichmäßige Rillenform hinzubekommen.
Ausserdem sollte man nach Möglichkeit Arbeitshandschuhe tragen, die gegen Hitze schützen, weil man sich sonst schnell mal die Pfoten verbrennt. Und das gibt wirklich üble Brandblasen kann ich euch aus leidvoller Erfahrung sagen!
Details
Nachdem nun die Rohform fertig geschmolzen ist kann man sich den Details zuwenden.
Man kann zum Beispiel (beim Schmelzen, regelrecht in das Styrodur hineingravieren und so Risse und Spalten erschaffen (Aufpassen das sie nicht zu tief werden, sonst bricht das Modell schnell an der Stelle.
Ein weiteres nettes Detail kann schnell und einfach mit einem Blatt Papier und einer Heißklebepistole hergestellt werden (Man kann natürlich auch GS oder so dafür verwenden, aber gleichmäßiger wirds mit Heißkleber).

Um die Blasen in dem Vulkankrater zu basteln lässt man die Heißklebepistole heiß werden. Sobald der Kleber zähflüssig ist, kann man ihn tropfenweise auf das Papier drücken, wo man sie dann nach dem Trocknen abziehen kann. Dabei kann man durch die Menge des Klebers an Größe variieren. (Man muss hier ein wenig herumprobieren, der Kleber darf nicht zu Fest und nicht zu flüssig sein. Zähflüssiger Honig hat in etwa die Konsistenz, die der Kleber haben solle. Ist er zu kalt werden die Klebertropfen zu rund, ist er zu heiß, dann zerfließen sie.)
Das Papier darunter erleichtert später das Aufkleben der Tropfen. Es macht auf jeden Fall Sinn die Tropfen separat, also nicht direkt auf dem Vulkan, zu formen. Denn wenn man dabei einen Fehler macht, wird es schwer das später wieder ab zu bekommen.
Letzte Schritte
Bevor nun der Vulkan bemalt werden kann, gilt es noch die Lava zu gießen. Durch das Schmelzen ist die Oberfläche des Styrodurs relativ hart und Kantig geworden. Um dieses Problem zu umgehen, wird nun die Lava aus Stewalin (oder einer anderen Gießmasse) geformt. Die Gießmasse wird nach Anweisung angerührt (auch sie sollte etwa die Konsistenz von zähem Honig haben) und dann in den Krater gegossen.

Mit der Gießmasse können dann auch noch Ritzen und Löcher, die beim Schmelzen unweigerlich entstehen, verfüllt werden. Nach diesem Schritt ist nun wieder warten angesagt, denn das Ganze muss nun erneut gründlich durchtrocknen.
Bemalung
Nachdem alles gut durchgetrocknet ist, kann der letzte Schritt in Angriff genommen werden - die Bemalung!
Hierzu wird das ganze mit unverdünnter Dispersionsfarbe großzügig bestrichen. Die Farbe sollte richtig dick sein, und das ganze wird danach sicher 1 bis 2 Stunden zum Trocknen brauchen, aber durch diesen Schritt werden auch kleinere Löcher noch einmal verfüllt und es entsteht eine schöne, gleichmäßige Oberfläche.

Damit ein großes Geländeteil nicht ganz so eintönig wird, kann man hier auch in der Grundfarbe (je nach Umgebung) etwas variieren.

Nachdem diese Farbschicht getrocknet ist, wird das Geländeteil mit mehreren helleren Farbtönen, in diesem Fall Grautönen gebrusht.
Lava
Als letzter Schritt wird noch die Lava Schichtweise gemalt. Ich habe hier mit der dunkelsten Farbe angefangen und schichtweise mit immer heller werdender Farbe gemalt.

Zur Bemalung der Heißkleberblasen ist zu sagen, dass die zwischendurch immer sehr lange zum trocknen brauchen. Deswegen ist es am besten am Anfang einfach drüber zu pinseln und sie ganz am Schluss extra zu bemalen.
Am Ende kommt dann ein schicker Vulkan dabei raus, der jeden Spieltisch in eine feurig-heiße Umgebung verwandelt!
Nun aber viel Spass beim Nachbauen!

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